Im Futur III ins 21. Jahrhundert

Vollendete Vorläufigkeit: Bagger in Mauls

Vollendete Vorläufigkeit: Bagger in Mauls

Laut dem Satiremagazin „Der Postillon“ planen Sprachwissenschaftler die Einführung der neuen Zeitform Futur III. Sie soll ausschließlich dazu dienen, Gespräche über den geplanten Berliner Flughafen zu ermöglichen, dessen Fertigstellungstermin erneut verschoben werden soll.

Die Redaktion dieses Blogs plädiert dafür, die neue Form der sprachlichen Zeitrechnung etwas umfassender zu verwenden – schon 2005 wurde der Futur III in einem Kunstprojekt als „eine experimentelle Zeitangabe, welche die einfache Zukunft und die vollendete Zukunft zur Vollendeten Vorläufigkeit erweitert“, definiert.

Wir könnten dann demnächst grammatikalisch korrekt also auch schreiben: „Ich werde 2026 mit dem Hochgeschwindigkeitszug Helsinki-Palermo auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke München-Verona durch den Brenner-Basis-Tunnel und weiter über den Ponte sullo stretto di Messina in den Urlaub nach Sizilien gefahren wären gewesen.“

Und wenn wir uns sämtliche hochfliegenden Infrastrukturpläne der TEN-Netze Europas ansehen, besteht kein Zweifel: der Futur III hat Zukunft. Wie sehr, zeigt sich ja allein schon daran, dass der Korridor TEN-T Nr. 1 Helsinki-Palermo als neuer Korridor Nr. 5 nach Malta als südlichem Endpunkt verlegt werden wären gewesen soll.

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