ÖBB Österreichs Bundes Bahnen: Schwarze Löcher – rote Zahlen. Wie Österreichs Zukunft durchbohrt wird

Österreichs Bundes Bahnen - Schwarze Löcher, Rote Zahlennennt sich die spannende Lektüre eines bekennenden Eisenbahn-Fans und Österreich-Kenners, der sich den kritischen Blick von außen bewahrt hat. Dieser ist gelegentlich hilfreich, denn im Inland verhindert Realitätsverweigerung an den entscheidenden Stellen seit Jahren, die Verkehrspolitik auf den Prüfstand zu stellen und zu überdenken. Empfohlen!

Kurzbeschreibung

Das reiche Österreich ist hoch verschuldet! Dennoch lassen Regierung und Parlament schwarze Löcher für fragwürdige Tunnel bohren und pumpen Milliarden in eine ÖBB, deren Schulden ständig wachsen. Gekürzt wird bei Bildung, Universitäten und Forschung – der Zukunft des Landes. Dabei kostet nur der laufende defizitäre Bahnbetrieb an jährlichen Subventionen schon doppelt so viel, wie alle Ausgaben der Hochschulen zusammen. Obwohl in Mitteleuropa die Eisenbahn als ehemals wichtigstes Transportmittel in den letzten 25 Jahren dramatisch an Bedeutung verloren hat, Fernreisende vorrangig das schnellere und billigere Flugzeug nutzen, und der LKW den Wettlauf beim Gütertransport gewonnen hat, fantasiert das offizielle Österreich noch immer über Verkehrszuwächse der Bahn. Dabei nimmt der ÖBB-Güterverkehr weiter rasant ab, ÖBB-Fahrgäste fahren zu 50% mit dem Bus, und leere Geisterzüge rollen auf Strecken, für die noch vor wenigen Jahren extreme Überlastungen prognostiziert wurden. Auf einer Länge von 64 km soll der Brenner durchbohrt werden, mit 28 km folgt der Semmering, und die neue Koralmbahn soll 33 km lang werden. 125 neue Tunnelkilometer will das verschuldete Österreich bauen, mehr als die doppelte Länge des Eurotunnels unter dem Ärmelkanal, der England mit Frankreich verbindet. Zum Eingewöhnen sind an Baukosten vorerst nur 18 Mrd. Euro veranschlagt, die sich jedoch schnell verdoppeln dürften. Zusammen mit Zusatzkosten für Finanzierung, Erhaltung und Betrieb werden kommende Generationen vermutlich die unvorstellbare Summe von 50 Mrd. Euro zahlen müssen. Dabei belasten die roten Zahlen der ÖBB schon jetzt die Staatsfinanzen erheblich. Kommen noch zusätzliche Tunnelmilliarden hinzu, ist nicht nur Österreichs Zukunft massiv gefährdet, sondern auch das internationale Ansehen als verläßlicher Schuldner. Ohne neue schwarze Löcher verschlingen die ÖBB jährlich bereits 7 Mrd. Euro. Mit diesem Geld könnte jedes Jahr 700.000 Familien ein fabrikneuer, umweltfreundlicher Kleinwagen geschenkt werden. Widerstand gegen Österreichs größte Geldvernichtung ist gefordert. Das Buch liefert hierzu das Hintergrundwissen.

Über den Autor

Hubertus Godeysen wurde 1949 in der Hansestadt Lüneburg geboren, wuchs in Niedersachsen auf. Nach dem Abitur journalistische Ausbildung in Hannover, anschließend Offizier in der deutschen Bundeswehr. Von 1980 bis 1998 Pressearbeit für mehrere norddeutsche Landesregierungen und Verbände, danach bis 2009 Stabstätigkeit für internationale Organisationen. Schreibt seit 2007 als freier Journalist und Buchautor aus Wien und Norddeutschland für deutsche und österreichische Medien. Godeysen ist bekennender Eisenbahnfan, fuhr als Heizer auf Dampflokomotiven, bereiste Europa mehrfach per Bahn und engagiert sich für eine moderne, kundenfreundlich und wirtschaftlich geführte Eisenbahn, der er große Zukunftschancen einräumt. „Piefke“ war sein erstes Buch in der EDITION VA bENE.

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