„Sie werden dieses Verschwendungsloch tief in ihren Geldtaschen spüren“ | Fritz Gurgiser zu den BBT-„Mehrkosten“

In einem Kommentarbeitrag auf TT-online bringt Fritz Gurgiser das Argument der Mehrkosten für den BBT zur Strecke. LH Platter und BBT-Chef Bergmeister hatten davor mit hohen Mehrkosten gedroht, wenn das BBT-Projekt – wie von der Regierung in Wien erwogen – auf 2020 verschoben würde.

(Quelle: TT-online, Kommentar von Fritz Gurgiser)

„Enorme Mehrkosten möglich“ – über das sollten wir uns schon auch noch unterhalten. Sie sind nicht nur möglich, sondern „felsefescht sicher“ und genau deshalb ist es so wichtig, entweder VORHER die Rahmenbedingungen zu paktieren oder NACHHER die eigenen Kinder, Enkel und Urenkel mit Milliardenschuldenbergen in „grob fahrlässiger und verantwortungsloser Weise“ zu belasten.

Derzeitiger Stand:

Geschätzte Kosten im BMVIT derzeit: 11 Milliarden €, Finanzierungskosten offen, Betriebs- und Folgekosten offen.

Wohlgemerkt nur der BBT ohne Semmering- und Koralmtunnel, die genauso als verkehrspolitischer Schwachsinn mehr als entbehrlich sind.

Wir in Tirol haben dieses Projekt NICHT danach zu bewerten, wie viel Geld schon für Probe- und Erkundungsstollen aufgebracht wurde. Wir in Tirol haben dieses Projekt ausschließlich daran zu bewerten, ob es einen Beitrag zur Lösung der Transitproblematik leisten kann.

Das ist geklärt, der BBT leistet KEINEN Beitrag. Er ist und bleibt ein „Generationenverrat“ in mehrfacher Hinsicht:

1) Ein gesundheitspolitischer – da durch den BBT kein Gramm N0x und kein dB Lärm reduziert wird.

2) Ein finanzpolitischer – da damit die nächsten Generationen von Jung und Alt in verantwortungsloser Art und Weise geplündert werden.

3) Ein wirtschaftspolitischer – da durch die Bindung der Mittel diese wichtigen regionalpolitischen Investitionen mit hoher Beschäftigung und hohen Abgaben und Steuern langfristig entzogen werden.

4) Ein umweltpolitischer – da damit keine Veränderung des größten ausgewiesenen Luftsanierungsgebietes zu erreichen ist.

5) Ein politischer Dauerschaden – da die Bevölkerung und Wirtschaft entlang der Gesamtstrecke jeden Glauben an politische Entscheidungsträger verliert oder schon verloren hat.

6) Ein verkehrspolitischer – denn wer nicht einmal imstande ist, entlang der Gesamtstrecke von Rosenheim – Verona (Bayern, Nordtirol, Südtirol, Trentino) gemeinsame Schutzmaßnahme zu treffen, muss mit der hohen Transitbelastung und rund 500.000 Transitfahrten im Umweg von der Schweiz weiter zu Rande kommen.

Es gehört also tatsächlich sehr viel Mut dazu, der Tiroler Bevölkerung immer noch den BBT als Lösung vorzugaukeln – diesen Mut haben wir weder im Bürgerklub noch im Transitforum.

Und Sie alle werden dieses Verschwendungsloch tief in ihren Geldtaschen spüren, sofern sie einer der folgenden Gruppen angehören:

„Altersvorsorge, Bergbauern, Bildung, Familien, Forschung, Gemeinden, Gesundheit, Innovation, Kinderbetreuung, Leistbarer ÖPNV, Leistbares Wohnen, Nahversorgung, Pensionen, Pflege, Regionalwirtschaft, Rettung, Soziales etc. in allen Facetten“.

Denken Sie darüber nach – die Fehler von heute büßen die Generationen von morgen.

LG

Fritz Gurgiser

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