Schlechte Aussichten für den wirtschaftlichen Betrieb von TAV-Strecken | Andrea Malan im „Sole 24 ore“

In der italienischen Wirtschaftszeitung „Il sole 24 ore“ kann man heute einen längeren Artikel zur Wirtschaftlichkeit von Hochgeschwindigkeitsstrecken in Italien lesen. Andrea Malan fasst im ausführlichen Artikel eine Studie des Politecno di Milano zusammen, die von Paolo Beria und Raffaele Grimaldi erstellt wurde und die unter dem Titel „An early evaluation of italian high-speed projects“ erschienen ist.

Die Verfasser der Studie haben sich vor allem mit Fragen der Wirtschaftlichkeit auseinandergesetzt und kommen zu einem kritischen Urteil in Zusammenhang mit den bestehenden Hochgeschwindigkeitsstrecken und zu einem vernichtenden Urteil in Zusammenhang mit den geplanten Strecken, unter denen sich auch die Brenner-Linie befindet.

Malan zieht eine eindeutige Schlussfolgerung aus der Studie:


(Quelle: Il sole 24 ore online, 2.2.2012) In der vorletzten Zeile muss es wohl heißen: … nel loro complesso …

Es bestätigt sich nun, dass die Prognosen des Schweizer Unternehmens PROGTRANS, die dem BBT-Projekt zu Grunde liegen, jeglicher Realität entbehren. So kann man in der Progtrans-Studie unter anderem lesen, dass bis 2015 auf der Bahnstrecke München-Verona rund 7,5 Millionen Passagiere erwartet werden. Die Realität sieht anders aus. Obwohl keine genauen Zahlen vorliegen, gehen Experten davon aus, dass auf der Strecke Verona-München zur Zeit deutlich weniger als 2 Millionen Passagier im Jahr mit der Bahn befördert werden.

Beria-Gardini gehen in ihrer Studie sogar davon aus, dass es noch weniger sind, wie man der unten eingefügten Graphik entnehmen kann, die die Verkehre ab Bozen nach Norden sogar gänzlich außer Betracht lässt.

Nur die stark genutzten Abschnitte Rom-Florenz-Bologna und Bologna-Mailand bieten laut den Verfassern der Studie eine bestimmte Hoffnung auf einen wirtschaftlich nachhaltigen Betrieb von Hochgeschwindikeitsstrecken in Italien.

Auch wenn das BBT-Projekt hauptsächlich als Lösung für die Beförderung von Gütern gerechtfertigt wird, muss klar festgestellt werden, dass zumindest der Teil der Progtrans-Studie, der sich auf die Personenbeförderung bezieht, komplett aus der Luft gegriffen scheint. Es erhärten sich die Hinweise, dass sich dies bei den Gütermengen auch so verhält, was durch die Dokumente, die von BBT-Seite im Zuge der UVP-Verfahren eingereicht wurden bereits weitgehend bestätigt wurde.

Ein Kommentar

  1. wegen der Wirtschafts- und Finanzkrise ist Europa gefordert, mutige und wirksame Entscheidungen zu treffen. Als solche bietet sich das Tirol-Adria-Projekt an, welches sich auf folgende Überlegungen stützt.
    Straßen- und Bahnnetze wurden miteinander verbunden, Wasserstrassen nördlich und südlich der Alpen jedoch noch nicht. Ich erinnere daran, dass auch England den Bau des Suezkanals verhindern und an dessen Stelle eine Bahnverbindung herstellen wollte. Ich schlage daher vor, die Bahndurchstiche Koralpe-, Semmering- und Brennerbasistunnel durch den AlpenKanalTunnel für die Wasserstraße Donau-Tirol-Adria zu ersetzen, um effektiv eine europaweite Verlagerung auf das umweltfreundlichste Transportmittel zu erreichen.
    In Italien könnte man sich dadurch auch noch die Brücke über die Meerenge von Messina und den Tunnel für die Hochgeschwindigkeitsstrecke Lyon-Turin, als Teil des Korridors 5 Lissabon-Kiev, ersparen, da über die Donau eine hervorragende Ost/Westverbindung bereits besteht, die das zehnfache des heutigen Verkehrsaufkommens abdecken könnte. Durch die Donau-Tirol-Adria-Schiffspassage würde sich Europa insgesamt fünf ..zig Milliarden Euro teure Projekte ersparen und die finanziell angeschlagenen Staaten Italien und Griechenland, ja den gesamten Adriaraum, näher an Europa und Europa näher an das Mittelmeer rücken und neue Perspektiven eröffnen.
    Das Projekt basiert auf einer Eigenfinanzierung und belastet daher nationale Haushalte nicht.
    Das Projekt ist unter http://www.tirol-adria.com veröffentlicht und der Appell und andere Unterlagen können unter Einleitung und Presse herunter geladen werden.

    vorrei tirare la Vostra attenzione su una alternativa trasportistica, che rivoluzionerà i metodi di trasporto in Europa.

    Il Progetto Tirol-Adria, che, in prima linea, intende realizzare il collegamento delle idrovie europee attraverso il canale transalpino Danubio-Tirol-Adria con lo scopo di trasferire alla navigazione fluviale e marittima gran parte del trasporto merci nazionale ed internazionale evitando cosi , tra l altro, la costruzione di 3 grandi opere per il trasporto terrestre e cioè
    a) della Galleria di base del Brennero con le relative linee d accesso, di cui 150 km pure in galleria,
    b) del Ponte sullo Stretto di Messina ed infine anche
    c) del tunnel ferroviario tra Lyon-Torino per il TAV del corridoio 5 Lisbona- Kiev, che con la navigazione sul Danubio e sulle vie d acqua ottiene un ottimo collegamento est-ovest,
    d) del TAV Terzo Valico Genova-Milano

    Sarebbe proprio l’Italia che dovrebbe sviluppare una nuova logistica. L’ Italia, circondata dal mare, con fiumi e canali esistenti o non terminati (Venezia-Padova), che portano il mare nel retroterra, ha i presupposti per trasformarsi e di spostare il traffico merci sulle idrovie interne e sulle autostrade del mare, già dotate di infrastrutture portuali. Bisogna correggere lo sviluppo del secolo scorso dovuto soprattutto ai nomi Agnelli e Pirelli. La classificazione come progetto TEN-T della linea ferroviaria Berlino-Palermo con la galleria del Brennero (BBT) avvenne ancora prima della invenzione della Idrovia transalpina Danubio-Tirol-Adria. La nave – e non il TAV – è il mezzo di trasporto più ecologico ed economico per gran parte dei beni e quindi di grande importanza per lo sviluppo in Italia ed in Europa.

    Il Progetto Tirol-Adria si basa su finanziamento privato e quindi non aggrava le finanze dello Stato. Il relativo risparmio potrebbe diminuire il debito pubblico per circa. 50 miliardi di

    Last, not least vorrei precisare che tutte le reti di comunicazione sono collegati tra di loro, solo la rete fluviale e marittima italiana ancora tagliata fuori dalla vasta rete delle idrovie interne (100.000 km in un Europa fino agli Urali!). Aumenterà le prospettive negli Stati adiacenti all’Adriatico ed integrerà meglio il Mediterraneo al continente europeo.
    Ciò premesso chiedo di appoggiare la mia iniziativa riguardante la via d’acqua transalpina pubblicata sul sito http://www.tirol-adria.com !

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